Bewässerung von Fussballplätzen

Bewässerung von Fussballplätzen

Ein professioneller Greenkeeper bzw. Sportplatzwart legt höchsten Wert auf einen belastbaren, vitalkräftigen Naturrasen. Eine automatische Beregnungsanlage sichert die bedarfsgerechte Wasserversorgung des Wurzelraums und stellt somit eine essenzielle Investition für den dauerhaften Erhalt der Spieloberfläche dar.

Eine automatische Beregnungsanlage für Fußballspielfelder umfasst Hochleistungs-Versenkregner, Elektromagnetventile, ein PE-Druckrohrnetz, ein zentrales Steuergerät sowie Sensortechnik. Für die fachgerechte Projektierung ist die genaue Erfassung der Ergiebigkeit der Wasserquelle entscheidend – sei es ein Tiefbrunnen, ein Oberflächengewässer, ein Pufferbehälter oder eine Kombination verschiedener Wasserquellen mit nachgeschalteter Druckerhöhungsanlage für die geforderte Hydraulikleistung.

Die Dimensionierung der Rohrnetzsektoren und die Anzahl der Regner pro Beregnungszyklus richten sich nach dem verfügbaren Volumenstrom der Wasserquelle. Bei unzureichender Quellschüttung wird das System aus einem Zwischenspeicher / Pufferbehälter gespeist, um den erforderlichen Betriebsdruck und Volumenstrom für die Beregnungszyklen kontinuierlich zu gewährleisten.

Für den Störungsfreien Betrieb der Regnerhydraulik ist der Einsatz von qualitativ hochwertigem Speisewasser erforderlich; wir empfehlen daher nachdrücklich die Installation einer professionellen Systemfiltration. Dies verhindert Verschleiß und Verstopfungen an den Getrieberegnern und sichert eine gleichmäßige Beregnung der Rasenfläche.

Varianten der Regneranordnung auf dem Fußballspielfeld

In der Planungspraxis haben sich verschiedene Systemvarianten zur Automatischen Sportplatzberegnung etabliert. Die Konfigurationen berücksichtigen die hydraulische Leistungsfähigkeit der Wasserversorgung sowie die Abmessungen des Spielfelds. Folgende Grundvarianten kommen primär zum Einsatz:

Regneranordnung – Variante A

24 Versenkregner (18 Randregner + 6 Innenfeldregner) / 12 Sektoren

Die Variante (24 Regner = 12 Sektoren, d. h. 2 Regner pro Sektor) erfordert einen Volumenstrom von ca. 160–230 l/min pro Beregnungssektor, abhängig von Fließdruck, Regnervariante und Herstellerspezifikation. In der Regel kommen Versenk-Getrieberegner mit 1“-Anschlussgewinde zum Einsatz. Die Ansteuerung erfolgt über Elektromagnetventile der Nennweite 11“ (DN 40). Auf der Anlage werden 6 Ventilschächte installiert, die jeweils mit 2 Magnetventilen bestückt sind. Der wesentliche Vorteil dieser Systemvariante liegt in den reduzierten Fräsarbeiten auf der Spielfeldfläche für die Verlegung der PE-Druckrohre.

Fußballplatzberegnung – Variante A

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Regneranordnung – Variante B

24 Versenkregner (18 Randregner + 6 Innenfeldregner) / 24 Sektoren

Die Einzelansteuerung (24 Regner = 24 Sektoren) zeichnet sich durch einen reduzierten Volumenstrom von ca. 80–115 l/min pro Sektor aus, abhängig von Fließdruck und Düsenbestückung. Es kommen Getrieberegner mit 1“-Anschluss zum Einsatz. Um die Gesamtberegnungszeit bei Einzelansteuerung zu minimieren, empfiehlt sich der Einsatz von Regnern mit Schnellrotation (Schnellläufer). Angesteuert werden die Sektoren über 1“-Elektromagnetventile (DN 25). Es werden 6 Ventilschächte mit jeweils 4 Magnetventilen im Randbereich platziert.

Sofern die Wasserquelle eine höhere Förderleistung von 160–230 l/min bereitstellt, können über das Steuergerät jeweils 2 Magnetventile parallel angesteuert werden, sodass sich die effektive Beregnungsdauer halbiert (12 reale Schaltzyklen). Diese Variante bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Materialkosten und ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Optimierung der Beregnungszeiten gegenüber der reinen Einzelansteuerung.

Fußballplatzberegnung – Variante B.1

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Fußballplatzberegnung – Variante B.2

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Regneranordnung – Variante C

13 Versenkregner (10 Randregner + 3 Innenfeldregner) / 13 Sektoren

Diese Großflächenvariante (13 Regner = 13 Sektoren) erfordert einen hohen Volumenstrom von ca. 210–240 l/min pro Regner. Es kommen Hochleistungs-Versenkregner mit 11“-Anschluss (DN 40) zum Einsatz, die überwiegend als Valve-in-Head-Ausführung (integriertes Elektromagnetventil im Regnergehäuse) ausgeführt sind. Auf der Anlage werden lediglich 2 Ventilschächte mit Entleerungsventilen für die Hauptdruckleitung installiert. Diese Systemvariante zeichnet sich durch ein Minimum an Tiefbau- und Fräsarbeiten im Spielfeldbereich sowie eine sehr geringe Bauteilanzahl aus. Der erforderliche Fließdruck am Regner liegt bei 5–6 bar; unter Berücksichtigung der dynamischen Druckverluste im Pipe-System stellt diese Variante entsprechend hohe Anforderungen an die Kennlinie der Pumpenanlage.

Fußballplatzberegnung – Variante C

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